Human
Liste
karte

Willkommen in der Welt der Audiotalks

sortieren
nach Kategorien
nach Autor
nach Stadt
Das neue Gärtnern macht allerorts von sich Reden. Entlang dieses Walks sprechen Protagonisten über ihre Stadt-Träume und Motive.
Gärtnern in der Stadt
Leipzig
Die Stadtgestalt ist auch Resultat ihrer Geschichte, wobei die Moderne besonders prägend wurde. Stellvertretende Orte …
Moderne Zeiten
Leipzig
Die Diskussion über die schrumpfende Stadt ist abgeklungen – indessen ist das gepflegte und wilde Grün weiter gewachsen.
Grünpuzzle
Leipzig
Dieser Walk übt den Müßig-Gang und folgt hierzu dem Wegenetz aus Passagen und Höfen, um darin zu lesen, wie in einem Buch.
Passagen & Höfe
Leipzig
Das vielschichtige Image von Leipzig verbindet sich immer auch mit der Leipziger Baumwollspinnerei. Durch das Areal, …
Baumwollspinnerei
Leipzig
Gärtnern in der Stadt

Das neue Gärtnern macht allerorts von sich Reden. Entlang dieses Walks sprechen Protagonisten über ihre Stadt-Träume und Motive. 

Die „Nachbarschaftsgärten“ und der Garten „Annalinde“ stehen dabei stellvertretend auch für andere „urbane Gärten“. Ein Besuch des Deutschen Kleingarten-Museums beleuchtet deren historischen Vorläufer, der mit dem ersten Schreberverein in Leipzig eine zentrale Wurzel hat. Mit dem Garten der Galerie für Zeitgenössische Kunst und der Ausstellung Hands on Urbanism 1850–2012: Vom Recht auf Grün werden noch weitere Aspekte und internationale Bezüge des informellen Gärtnerns deutlich.

Mit: Franciska Zólyom (Leiterin der GfZK Leipzig), Elke Krasny (Kuratorin von Hands on Urbanism 1850–2012: Vom Recht auf Grün), Catarina Hildebrand (Leiterin des Deutschen Kleingartenmuseums), Stefanie Müller-Frank (Initiative für Zeitgenössische Stadtentwicklung), Siegrid Hanisch und Tino Neufert (Nachbarschaftsgärten), Peter Bach und Monika Schöpe (Projekt Distel) und Bertram Weisshaar

Startpunkt: Garten der Galerie für Zeitgenössische Kunst.

Strecke: ca 4,2 km.

Die Recordings und die Audio-Gestaltungen mit Stadtklängen und Sounds erfolgten durch den Leipziger Sound- und Medienkünstler Marek Brandt.

Moderne Zeiten

Die Stadtgestalt ist auch Resultat ihrer Geschichte, wobei die Moderne besonders prägend wurde. Stellvertretende Orte reihen sich entlang dieses Spaziergangs, die gewissermaßen als Zeichen stehen für die ungeheure Dynamik, die Leipzig seit Beginn der Industrialisierung bis in die Gegenwart andauernd vorantrieb und formte. Beginnend am Hauptbahnhof führt der Weg entlang dem Ring bis zum Augustusplatz und weiter zum Markt und dem „Bildermuseum“.

Mit: Dr. Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig und mit Statements von Prof. Michael Braum (Bundesstiftung Baukultur) und Prof. Heiner Mohnheim (Universität Trier).

Startpunkt: Hauptbahnhof Leipzig.

Strecke: ca 1,6 km.

Die Recordings und die Audio-Gestaltungen mit Stadtklängen und Sounds erfolgten durch den Leipziger Sound- und Medienkünstler Marek Brandt.

Grünpuzzle

Die Diskussion über die schrumpfende Stadt ist abgeklungen – indessen ist das gepflegte und wilde Grün weiter gewachsen.

Und seit wenigen Jahren wächst nun auch wieder die Einwohnerzahl. So stellt sich nun die Frage: Wie geht es weiter mit diesem Kind der Schrumpfungs-Szenarien, mit den stadtweit über 170 temporären Grünflächen? Dieser Spaziergang folgt dieser Aufgabenstellung und rekapituliert den Beitrag erfolgreicher Zwischennutzungen und Parkgestaltungen zur Stadterneuerung.

Mit: Karsten Gerkens, Leiter des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung;

und Inge Kunath, Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

Startpunkt: Lindenauer Markt.

Strecke: ca 4 km.

Die Recordings und die Audio-Gestaltungen mit Stadtklängen und Sounds erfolgten durch den Leipziger Sound- und Medienkünstler Marek Brandt. http://marek-brandt.de

Passagen & Höfe

Dieser Walk übt den Müßig-Gang und folgt hierzu dem Wegenetz aus Passagen und Höfen, um darin zu lesen, wie in einem Buch.

Schon Walter Benjamin attestierte: Die Flanerie hätte sich zu ihrer Bedeutung schwerlich ohne die Passagen entwickeln können. Und so muss ja dann, im Umkehrschluss, die Kunst des Flanierens in Leipzig recht lebendig sein – ist doch Leipzig gerade auch für seine Passagen sehr bekannt. Aber nicht alle Passagen glänzen gleichermaßen. Daher thematisiert der Spaziergang auch die Ansätze zur Stärkung der Leipziger Innenstadt, die im Wettbewerb steht zu den Shoppingcentern am Stadtrand und an Autobahnkreuzen.

Mit: Dr. Wolfgang Hocquél, Leiter der Kulturstiftung Leipzig; und mit: Christina Kahl, koopstadt-Team, Stadtplanungsamt Leipzig; Dr. Wolfgang Morenz, Center Manager Petersbogen Leipzig; Marlies Göllnitz-Gellert und Heike Melzer, City Leipzig Marketing e.V.;

Startpunkt: Mädler-Passage, Grimmaische Straße

Strecke: ca 2 km

Baumwollspinnerei

Das vielschichtige Image von Leipzig verbindet sich immer auch mit der Leipziger Baumwollspinnerei. Durch das Areal, vorbei an Ateliers und Galerien, führt dieser Walk zu dem nichtkommerziellen Kunstzentrum Halle 14 und zur Werkschau-Halle. Zur Sprache kommt, wie dieses alte Industriegelände sein international beachtetes Profil für bildende Kunst erzielte und wie dies mit Leipzig zusammen hängt. Stimmen weiterer Protagonisten ergänzen Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven.

Mit: Bertram Schultze, Geschäftsführer der Leipziger Baumwollspinnerei; und mit: Michael Ludwig, Luru-Kino; Tobias Reinicke, Lithographisches Atelier; Frank Motz, Halle 14; Wednesday Farris, Kreative Spinner; Kristina Semenova, LIA; Hannah Moser, Kunstbibliothek; Elke Hannemann, Galerie Eigen + Art

Startpunkt: Archiv Massiv

Strecke: ca: 1,4 km. Dauer 50 Min

Die „Alte Messe“ hatte zu Ost-West-Zeiten internationale Bedeutung, doch nach 1989 zeigten sich wechselhafte Perspektiven.
Alte Messe
Leipzig
Leipziger Autoren erzählen die unglaublichsten Geschichten über die berühmt-berüchtigten Hipster-Orte im Leipziger Westen.
Hipster Walk
Leipzig
Ausgehend von historischen Leibniz-Orten führt der Walk zu heutigen Wissens-Orten – und zum Nachdenken über Wissenschaft an sich.
Leibniz in Leipzig
Leipzig
Das Programm der Romantik – die Wahrnehmungsveränderung – ist bis heute aktuell. Mit Bettina von Arnim und Clemens Brentano durch Frankfurt…
Via Brentano – Route der Romantik
Frankfurt Main
Mit Blick auf die biologische Vielfalt durchstreift der Walk die „LandschaftsLücke" des Frankfurter GrünGürtels.
Lücke mit Vielfalt
Frankfurt Main
Alte Messe

Die „Alte Messe“ hatte zu Ost-West-Zeiten internationale Bedeutung, doch nach 1989 zeigten sich wechselhafte Perspektiven.

Diese „Erzählung“ beginnt mit dem Jahr 1913 und der Internationalen Baufachausstellung. Diese zeigte hier mehrere Architekturen, die auf der Höhe des international geführten Diskurses lagen. Von diesen Bauten ist heute die Betonhalle noch zu sehen. Doch welche Bedeutung hat dieses Stadtgebiet heute? Dieser Walk geht dieser Frage nach und bespricht Aspekte der Architekturgeschichte, der Wissenschafts- und Wirtschaftspolitik, wie auch des Alltags, der mehr und mehr in diesem früheren „Sondergebiet“ ankommt.

Mit: Dr. Wolfgang Hocquél (Kulturstiftung Leipzig) und mit: Gregor Bogen (WEP-Projekte), André Böhme (Künstler), Dr. Svenne Eichler (BBZ / Uni Leipzig), Michael Fernau (Deutsche Nationalbibliothek), Heinz Robert Schiller (Theater Titanick), Reinhard Wölpert (LEVG)

Start am Doppel-M / Eingang Prager Straße

Strecke ca 2,8 km. Dauer 70 Min

Hipster Walk

Einige nennen Leipzig „das bessere Berlin“. Andere sprechen auch von „Hypezig” (André Herrmann). Tatsächlich zieht es seit geraumer Zeit immer mehr „Hipster” in die Stadt. Dieser Audio Walk erzählt die unglaublichsten Geschichten über die berühmt-berüchtigten Hipster-Orte im Leipziger Westen. Leipziger Autoren der Lesebühnen „Schkeuditzer Kreuz“ und „West“ berichten über ihre Begegnungen mit Mate-Trinkerinnen, schwäbischen Immobilientouristen und voll authentischen Einheimischen in Feinripphemden. Setzen Sie Ihre Hornbrille auf und walken Sie mit!

Mit: Julius Fischer, Hauke von Grimm,  André Herrmann, Roman Israel, Linn Penelope Micklitz, Kurt Mondaugen, Michael Schweßinger, Matthias Spengler, Franziska Wilhelm 

 

Web: www.schkeuditzerkreuz.de & www.lesebuehnewest.wordpress.com

http://www.lesebuehnewest.wordpress.comStartpunkt: Hochschule für Grafik und Buchkunst,  Wächterstraße 11

Streckenlänge: ca. 6 km

ÖPNV: Straßenbahn Linien 2, 8, 9, 14; Haltestelle „Neues Rathaus“

Regie: Franziska Wilhelm und Kurt Mondaugen

Produktion: Bertram Weisshaar,  Atelier Latent; 2015

Soundgestaltung: Marek Brandt; www.marek-brandt.de

Die Audioaufnahmen Nr. 7, 8 und 10 wurden dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt von MonophonStudio - www.monophonstudio.de

Fotos: Franziska Wilhelm

Förderung: Dieser Audio-Spaziergang wurde produziert als Beitrag zu dem Festival „B_Tours Leipzig - Bewegung im Stadtraum", das gemeinsam veranstaltet wird vom Tanzarchiv Leipzig e.V. und B_Tour GbR. Im Rahmen dieses Programms wurde er erstmals präsentiert in Form eines Lesebühnen-Live-Walks mit Publikum. Das Festival B_Tours Leipzig 2015 und somit auch die Produktion dieses Walks wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.    www.KdFS.de 

 

Leibniz in Leipzig

Der Spaziergang beginnt in der Leipziger Innenstadt an authentischen Leibniz-Orten: Geburtsort, Tauf-Kirche und Universität. Anschließend führt der Walk zu Stationen, die in einem thematischen Kontext zu Leibniz und/oder zur Leipziger Wissenschaftsgeschichte stehen. So trifft der „Gedankengang" am Deutschen Platz dann auch auf die Wissensspeicher der Deutschen Nationalbibliothek und den Wissenschaftsstandort Bio City Leipzig.
Mit: Prof. Ulrich Brieler, Prof. Marc Rölli, JuniorProf. Silvia Schöneburg, Prof. Manfred Wendisch, Dr. Martin Freiberg, Prof. Marius Grundmann, Dr. Stephanie Jacobs, Prof. Martin Saar.
Moderation: Greta Taubert
Konzeption, Regie, Audio-Aufnahmen: Bertram Weisshaar

Dieser Walk wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Stadt Leipzig, Referat Wissenspolitik.

Via Brentano – Route der Romantik

„Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es." Novalis

Dieser Audio-Spaziergang führt an Orte, die zu den in Frankfurt geborenen Geschwistern Bettina von Arnim und Clemens Brentano einen historischen Bezug haben. Doch darüber hinaus will diese Tour noch etwas anderes: Das Programm der Romantik – die Wahrnehmungsveränderung – ist bis heute aktuell. In geglückten Momenten lässt es eine Welt aufscheinen, die dem alltäglichen Blick gemeinhin verborgen bleibt. Die Romantik lehrt uns, unsere Umwelt einmal aus anderer Perspektive zu betrachten und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen.  Und noch etwas kommt hinzu: Die Lebensfragen und die großen Themen, die sich in den Werken von Bettina und Clemens finden, begegnen uns auch auf diesem Spaziergang, so etwa Fragen zur romantischen Liebe, zum Wert der Kunst, zum Judenhass, zur Kritik am Kapitalismus, zur Religiosität und anderes mehr.

Der Audio-Spaziergang Via Brentano ist ein Projekt des Umweltamtes der Stadt Frankfurt am Main und wurde erstellt in Kooperation mit dem Regionalpark FrankfurtRheinMain.

Konzeption und Realisierung: Bertram Weisshaar (Atelier Latent, Leipzig); unter Mitwirkung durch: Dr. Wolfgang Bunzel (Goethe-Haus, Frankfurt am Main), Klaus Hoppe (bis 02/2013 Umweltamt, Stadt Frankfurt am Main), Dr. Holger Schwinn (Goethe-Haus, Frankfurt am Main) und Anna Weißhaar (Karlsruhe), Rainer Zimmermann (Umweltamt, Stadt Frankfurt am Main)
Sprecherin: Nora Jokhosha (Frankfurt am Main)
Sprecher: Sebastian Fuchs (Berlin)

 

 

Lücke mit Vielfalt

Im Frankfurter Stadtgebiet gibt es allein bei den Pflanzen etwa 1.400 Arten – eine überraschende biologische Vielfalt. Zugleich gilt die Biodiversität weltweit als gefährdet. Dies hängt meist mit einer im Wandel begriffenen Umwelt zusammen, die den oftmals auf bestimmte Lebensräume spezialisierten Arten zum Verhängnis wird. Auch in Frankfurt sind in den letzten zweihundert Jahren 320 heimische Pflanzenarten verloren gegangen. Gleichzeitig entstehen neue Lebensräume, neue Arten besiedeln das Stadtgebiet. Biodiversität ist besonders im Kontext der Klimaerwärmung von Bedeutung, welche sich in städtischen Ballungsräumen voraussichtlich verstärkt auswirken wird. Dies ist auch das Thema des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt: Die Stadt im Wandel darf sich nicht nur an den (kurzfristigen) Wünschen ihrer Einwohner orientieren auch Umweltprobleme und deren Implikationen für Flora und Fauna müssen hier Beachtung finden. Vor diesem Hintergrund durchstreift der Hör-Spaziergang die LandschaftsLücke, die letzte fehlende Grünverbindung des Frankfurter GrünGürtels zwischen Ostpark und Mainufer. Ausgehend vom neu entstandenen Hafenpark rückt der Walk unterschiedliche Aspekte von Vielfalt in den Fokus – dabei erkennt man, dass die Ästhetik eines Ortes mitunter wenig über seine Qualität als Lebensraum von Flora und Fauna aussagt. Der Walk verschafft einen überraschenden und zugleich leicht verständlichen Zugang zu dem komplexen Thema Biodiversität.

Realisiert in Kooperation mit den Partnern: BioFrankfurt – Das Netzwerk für Biodiversität e.V.; Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main; Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung; Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main; Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt;

Streckenlänge ca 4,5 km
Startpunkt: Hafenpark / Weseler Werft
Zielpunkt: Haltestelle „Dieselstraße" (Linie 11), Hanauer Landstraße

Erst baut der Mensch sich seine künstliche Umwelt und muss sich dann an diese anpassen – und nun auch noch an den Klimawandel.
Utopie Gutes Klima
Frankfurt Main
Die Siedlung Mattenberg am Kasseler Stadtrand hat eine bewegte Geschichte. Dieser Walk führt durch die Zeiten der Siedlung und der Landschaft.
Weg durch die Zeiten – Mattenberg
Kassel
Dieser Park weckt Fragen: Was ist zu sehen, was wird damit jeweils dargestellt? Und was bedeutet das alles – einst und jetzt?
agra-Park
Markkleeberg
Die Umwandlung eines bestehenden Kreativquartiers in ein zukünftiges Kreativquartier stellt Fragen nach Partizipation und Selbstverwaltung.
Zukunft Gegenwart – Labor München
München
Utopie Gutes Klima

Der Klimawandel ist für manche noch eine abstrakte Diskussion, erste Anzeichen zeigen sich jedoch schon vor der Haustür: „Bewährte Baumarten wie z.B. Robinien, Platanen, Kastanien oder Bergahorn versagen zunehmend auf von Trockenstress besonders geprägten Standorten. (...) Im Stadtwald leben ganze Bestände nur noch vom Niederschlagswasser, größere zusammenhängende Trockenperioden zeigen dementsprechende drastische Auswirkungen.“ (Stadt Frankfurt, Koordinierungsgruppe Klimawandel) Die Frankfurter Stadtpolitik und Stadtverwaltung reagiert mit Planungen zur Anpassung der Stadt an den Klimawandel. Bereits seit Anfang der 1980er Jahre wird das Stadtklima aufwendig analysiert – und eben so lange schon fordern Ökologen just solche Maßnahmen, die künftig die Auswirkungen des Klimawandels in der Stadt abmildern sollen. Vor diesem Hintergrund erinnert dieser Walk an das just fünfzig Jahre alte Büchlein Die Unwirtlichkeit unserer Städte: Anstiftung zum Unfrieden von Alexander Mitscherlich. Der „schicksalsbildende Zirkel“, wonach die Menschen zunächst Städte bauen, diese künstlichen Lebensräume dann aber „wie Prägestöcke“ auf unser Verhalten und Wesen einwirken, war für Mitscherlich offensichtlich. Ihn ärgerte, dass dabei „alle so tun, als wäre alles unstörbar in bester Ordnung“. Und heute? Nun müssen wir uns auch noch an das vom Mensch veränderte Klima anpassen. Inspiriert von Mitscherlichs Haltung folgt der Walk der Frage, ob und wie auch bei kommendem Klimawandel die Lebensqualität in der Stadt verbessert werden kann. 

Mit: Uwe Wahl (Stadtplanungsamt Frankfurt am Main), Wolfgang Leuschner (Mitscherlich-Initiative)
Realisiert in Kooperation mit den Partnern: BDA Bund deutscher Architekten, Regionalgruppe Frankfurt am Main; Mitscherlich-Initiative; Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main;

Streckenlänge ca 3 km
Startpunkt Mitscherlichplatz; Grüneburgweg auf Höhe Fürstenbergerstraße / Liebigstraße

Weg durch die Zeiten – Mattenberg

Begonnen als Arbeitersiedlung in Zeiten der Kriegsvorbereitung diente die Siedlung Mattenberg während der unmittelbaren Kriegsnachwehen zur Unterbringung freigelassener Zwangsarbeiter. Später fanden hier dann die damals so genannten Gastarbeiter eine günstige Bleibe. Die jüngst errichtete Moschee ist nun auch Zeichen dafür, dass viele hier inzwischen eine neue Heimat fanden. Auch die angrenzende Landschaft erhielt ein neues Zeichen: Ein großer Hügel parallel zur Autobahn ist eine künstliche Erdaufschichtung und zugleich die jüngste Zeitschichtung dieser Stadtrandlandschaft. Doch wie so oft verengen auch hier Namen und Begriffe den Blick. Den Mattenberg entdeckt man daher eher auf den zweiten Blick, ebenso behindert der Begriff Lärmschutzwall den Blick auf diese Stadtrand-Landschaft. Hilfreicher ist hier hingegen ein Zitat von Lucius Burckhardt: „Die Wiederherstellung der Kulturlandschaft ist also die Erzeugung ihrer Wahrnehmung durch die Anlage von Wegen durch die Zeiten, ist also Spaziergangwissenschaft." In diesem Sinne: „Man muss reingehen…"

agra-Park

Der ursprünglich private, herrschaftliche Park wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zum Schauplatz der agra-Landwirtschaftsausstellung und damit Anziehungspunkt auch internationaler Besucher. Hingegen in den letzten beiden Jahrzehnten verlor der Park stark an Bedeutung, an Besuchern und an Gärtnern. So finden sich heute neben klassisch schönen Parkszenen und Postkarten- Motiven, die gerne als Kulisse für Hochzeitsfotos genutzt werden, eben auch "angestaubte" Bereiche. Hinzu kommen die sichtbaren Spuren der denkbar wechselvollen Zeiten, die jeweils versuchten, ihre Erklärung der Welt in den Park einzuschreiben. Damit der Park-Spaziergang zu einem besonderen Genuss wird, ist somit ein ganz bestimmter Blick hilfreich - schwankend zwischen ironischer Distanz und liebevollem, aufmerksamem Hinschauen.

Mit: Günther Baich, Gerald Biel, Karsten Schütze, Dirk Seelemann, René Reinhardt, Bertram Weisshaar, Brigitte Wiebelitz


Startpunkt: Markkleeberg, Parkeingang bei Raschwitzer Straße / Parkstraße
ÖPNV: Start > Straßenbahn Linie 9, Haltestelle "Markkleeberg, Parkstraße"

oder S-Bahn, Haltestelle "Leipzig, Markkleeberg"
Streckenlänge: ca. 2,3 km

Regie & Aufnahmen: Bertram Weisshaar, Atelier Latent; 2014.
Sounds: Marek Brandt: www.marek-brandt.de 
Tondokumente: Sächsisches Staatsarchiv,Audiovisuelle Medien

Fotos: Bertram Weisshaar
Historische Fotos: Sächsische Staatsarchiv Leipzig

Förderung: Dieser Audio-Walk wurde möglich dank der Unterstützung durch den Grünen Ring Leipzig www.gruenerring-leipzig.de

Zukunft Gegenwart – Labor München

Das jetzige Kreativquartier an der Dachauer Straße soll in den kommenden Jahren umgebaut werden zu einem Viertel für Kunst, Kultur, Wissen, Wohnen und Arbeiten. Auf einem 20 Hektar großen Gebiet der ehemaligen Luitpoldkaserne soll sich dann ein Kreativquartier finden mit über 900 Wohnungen, einer Grundschule sowie gewerblichen, kulturellen, kreativwirtschaftlichen und sozialen Nutzungen – so die Vorstellungen der Stadtplanung. Das betreffende Areal wird derzeit geprägt von Zwischennutzungen und Interventionen verschiedener Kunst- und Kreativschaffender, die sich in dem Netzwerk „Labor München" organisieren – und die auch noch andere Ideen verfolgen. Dieser Audio-Talk will die künftigen Veränderungen dokumentieren, versteht sich daher als offene, nicht abgeschlossene Sammlung von Geschichten, Visionen und Sehnsüchten.
(Zuletzt aktualisiert am 20. Okt. 14)

Liste
karte